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Facebook Video Seeding: Potenzial mit Tücken

Seeding kommt aus dem englischen und steht übersetzt für säen bzw. für das Verbreiten von Content. Content umfasst allgemein beim Seeding alles von Bildern, Videos, Apps und Texten. Der gewählte Content wird beim Seedingt in reichweitenstarke Kanäle gestreut, z.B. über Facebook, Twitter oder ein anderes soziales Netzwerk verbreitet, auf einem bekannten Blog gepostet oder auf einer anderen Webseite veröffentlicht.

Beim Facebook Video Seeding geht es, wie der Name schon vermuten lässt, zum einen um Facebook-Videos (auf Facebook gehosteter Bewegtbild – Content) und zum anderen um Facebook in seiner Funktion als Verbreitungsplattform. Das Ziel von Facebook Video Seeding ist es also, ein Video über Facebook möglichst weit zu verbreiten und bekannt zu machen.

Vorteile und Voraussetzungen für Facebook Video Seeding


Ein Video bei Facebook zu posten ist relativ unkompliziert, außerdem verfügen viele Internetnutzer über einen eigenen Facebook Account und sind recht aktiv in dem sozialen Netzwerk. Wichtig für ein erfolgreiches Facebook Video Seeding ist, wie auch beim klassischen Video Seeding, dass das Video über einen gewissen Unterhaltungswert oder einen Mehrwert für den Seher verfügt. Ein gutes Facebook Video sollte nicht zu lang sein, auch ohne Ton funktionieren (Facebook Videos arbeiten mit Autoplay und werden ohne Ton gestartet) und schnell das Interesse der Nutzer wecken bzw. deren Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Neben dem qualitativen Content bzw. Inhalt des Videos ist es wichtig, das Video im Zuge der Verbreitung in geeignete Facebook Profile und Gruppen zu streuen. Das Video sollte seine Zielgruppe möglichst genau treffen, um eine schnelle Verbreitung zu gewährleisten und Engagement zu erzeugen. Wenn das Video seine Zielgruppe verfehlt, besteht die Gefahr, dass das Video schnell im sich ständig aktualisierenden Facebook News Feed untergeht.

Nachteile von Facebook Video Seeding

Facebook Videos können nur von registrierten Facebooknutzern gefunden werden. Während z.B. YouTube Videos auch in den Google Suchergebnissen aufgelistet werden, wenn sie zum gesuchten Content passen, und auf Plattformen wie Tumblr & Twitter gepostet werden können, werden Facebook Videos ausschließlich im Facebook-Universums angezeigt. Außerdem ist es sehr schwierig ein einmal gesehenes Facebook Video nach einer Weile wieder zu finden. Selbst die Nutzung der Facebook eigenen Suchfunktion bietet meistens nur unbefriedigende Ergebnisse.

Das Reporting bzw. die Anzahl der Views, die unter dem jeweiligen Facebook Video angezeigt werden sind meistens sehr erfreulich, wenn man jedoch bedenkt, dass Facebook mit Autoplay arbeitet (Videos werden automatisch im News Feed gestartet) und ein View bereits nach drei Sekunden gezählt wird, sollte die Anzahl der Views mit Vorsicht genossen werden. Außerdem kann der gleiche Facebooknutzer durch wiederholtes dreisekündiges Ansehen des Videos einen weiteren View generieren, wobei YouTube z.B. jeden View eines Nutzers nur einmalig zählt, egal wie oft der User das Video gesehen hat.

Beim bezahlten Seeding ist bei Facebook mit den lockeren, existierenden Metriken Betrug und Manipulation Tür und Tor geöffnet. Hier gilt es die Zukunft abzuwarten. Entweder Facebook schließt diese Lücken oder die werbewilligen Kunden sind rascher wieder weg als Facebook sich das wünscht.

Fazit
Facebook Videos Seeding ist weniger nachhaltig als klassisches (YouTube) Video Seeding, da es sich lediglich auf Facebook beschränkt, ein Netzwerk das sekündlich von neuen Status Updates überschwemmt wird. Während Videos, die bei anderen Videoplattformen hochgeladen wurden zum Großteil plattformunabhängig sind und auch in verschiedenen Netzwerken verbreitet werden können, beschränkt sich Facebook Video Seeding einzig und alleine auf das Facebook-Universum.

Bevor man sich für Facebook Video Seeding entscheidet, sollten die Ziele der Seeding Kampagne genau festgelegt werden, um sicher zu gehen, das diese Strategie wirklich die richtige für das entsprechende Video ist. Abhängig von den jeweiligen Zielen ist es eventuell sinnvoll eine duale Strategie YouTube/Facebook anzudenken um nicht gänzlich auf einem falschen Pferd zu sitzen.

2017-10-09T10:31:36+00:00 10. April 2015|Kategorien: Allgemein, Content Seeding|Tags: , , , , |

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Maritta hat Online Medien studiert und befasst sich seit Jahren sowohl beruflich als auch privat mit allen Themen rund um Marketing und Social Media. Neben dem LINKILIKE Blog kümmert sie sich außerdem um die Social Media Kanäle und das Kampagnenmanagement des Medien-Start-Ups.