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360 Grad Videos – 5 wesentliche Unterschiede zwischen Facebook & YouTube

Wie bei „normalen Videos“ gibt es auch für 360 Grad Videos wesentliche Unterschiede zwischen den Diensten YouTube und Facebook. Im folgenden sollen die beiden Plattformen im Bezug auf Engagement, Reichweite, Auffindbarkeit, Messbarkeit und Plattform-Kompatibilität verglichen werden.

Seit Anfang des Jahres starten 360 Grad Videos richtig durch und weder auf Facebook noch auf YouTube kommt man an ihnen vorbei. Während YouTube seit März letzten Jahres 360 Grad Videos unterstützt legte Facebook im September nach. Doch auch während die technischen Voraussetzungen bereits seit Monaten gegeben sind, erfreuen sich 360 Grad Videos erst jetzt immer größerer Bekannt- und Beliebtheit.

Ein lustiges, spannendes und/ oder interessantes 360 Grad Video zu drehen gehört bei vielen Firmen schon fast zum guten Ton und in Zukunft, wenn man den Zukunftsprognosen der Marketing Spezialisten vertrauen kann, wird die Bedeutung von 360 Grad Videos noch weiter zunehmen. Hat man die Hürde der 360 Grad Videoproduktion einmal genommen steht man aber vor einer neuen Herausforderung: Der Verbreitung des Videos.

Wie lässt sich das 360 Grad Meisterwerk nun am besten der passenden Zielgruppe präsentieren? Viele stehen bei dieser Frage vor dem Scheideweg zwischen Facebook und YouTube, doch wo genau liegen die Unterschiede zwischen den beiden Plattformen im Bezug auf 360 Grad Videos?
Um die Frage nach der besser geeigneten Plattform beantworten zu können sollte man sich beide ganz genau ansehen und je nach Zielsetzung wählen, da beide Plattformen ihre ganz eigenen Stärken und Schwächen haben. Sie unterscheiden sich besonders stark in den folgenden fünf Punkten:

Interaktion und Engagement

Die Interaktion und das Engagement sind bei Facebook durchschnittlich höher als bei YouTube Videos, jedoch bezieht sich das auf klassische Videos. 360 Grad Facebook Videos können derzeit nur von Nutzern angesehen werden, die die aktuellste Version ihres Browsers (Chrome, Firefox etc.) verwenden bzw. mobil nur über die Facebook App.
Nutzer, die diese Voraussetzungen erfüllen können Facebook 360 Grad Videos ansehen und schnell mit ihren Freunden und Followern teilen.
YouTube bzw. Google Plus hängt auch Anfang 2016 immer noch weit hinter Facebook, da viele Nutzer zwar über ein Google Plus Profil verfügen, aber weniger aktiv im Google Netzwerk unterwegs sind und Aktionen wie liken, kommentieren und teilen von Content daher nicht so umfangreich passiert wie bei Facebook.

Auffindbarkeit

YouTube ist Teil der größten Suchmaschine, daher ist die Suche nach einem bestimmten 360 Grad YouTube Video bzw. die Suche nach 360 Grad Videos zu einem bestimmten Thema sehr einfach und unkompliziert. 360 Grad Videos die einem Nutzer gefallen haben können somit bei YouTube leicht wiedergefunden werden, um sie z.B. Freunden und Familie zu zeigen.
Die Suche nach 360 Grad Videos bei Facebook gestaltet sich im Vergleich deutlich schwieriger. Einmal gesehene Videos nach einiger Zeit wieder zu finden ist derzeit weiterhin fast unmöglich.

Messbarkeit

Sowohl Facebook als auch YouTube messen die Anzahl der Views und zeigen diese direkt unter den 360 Grad Videos an, jedoch werden Views von beiden Plattformen unterschiedlich gezählt und gewertet.
Facebook arbeitet mit Autoplay, d.h. 360 Grad Facebook Videos werden im News Feed automatisch gestartet, wobei nach drei Sekunden Laufzeit ein neuer View gezählt wird. Bei Facebook ist es an dieser Stelle egal, ob der gleiche User die ersten drei Sekunden des 360 Grad Videos mehrmals sieht, jedes mal wird ein neuer View generiert – wodurch sich die fantastischen Viewzahlen bei Facebook relativieren.
Im Gegensatz misst YouTube Views deutlich strikter und verfolgt seit Jahren einen seriöseren Ansatz als Facebook. Ein 360 Grad YouTube Video muss vom User bewusst gestartet und mindestens 10 Sekunden angesehen werden, bevor der View gezählt wird. Außerdem kann der gleiche User das 360 Grad Video wieder und wieder konsumieren, für jeden User wird trotzdem nur ein View gewertet.

Reichweite

Die Reichweite von Facebook 360 Grad Videos ist, beim richtigen Targeting bzw. beim Streuen in reichweitenstarke Kanälen, sehr gut. Viele Facebooknutzer checken ihren Newsfeed häufig, wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass sie über ein gepostetes 360 Grad Video stolpern hoch ist. Wobei man sich immer bewusst sein sollte, dass die Reichweite von Facebook (siehe Messbarkeit) sehr mit Vorsicht zu genießen ist.
YouTube Videos werden in der Regel nur gefunden, wenn gezielt nach ihnen gesucht wird bzw. wenn der Videolink in einem anderen Netzwerk (Facebook, Twitter, Tumblr etc.) verbreitet wird oder wenn das 360 Grad Video in einer anderen Webseite bzw. Blog eingebunden wurde.

Plattform-Kompatibilität

Facebook bietet zwar die Möglichkeit ein 360 Grad Video innerhalb des Facebook-Universums zu teilen, möchte man ein Video jedoch außerhalb des Netzwerkes verbreiten wird es schwierig.
YouTube bietet, im Gegensatz dazu, von sich aus die Möglichkeit 360 Grad Videos großflächig in anderen Netzwerken und Seiten weiterzuverbreiten. Dies kann entweder durch das einfache posten des Videolinks realisiert werden oder durch die Verwendung des bereitgestellten Einbettungscodes, der es ermöglicht ein YouTube 360 Grad Video in jeder beliebigen Webseite zu integrieren.

Fazit:

Facebook und YouTube sind sehr unterschiedliche Netzwerke, was einen direkten Vergleich der beiden bezüglich 360 Grad Video schwierig macht. Festhalten sollte man, dass beide Plattformen ihre individuellen Stärken und Schwächen haben, die bei der Entscheidung für die passende Videoplattform beachtet werden sollten.
Während Facebook über viele interaktionsfreudige Nutzer verfügt, können YouTube 360 Grad Videos auch von Leuten gefunden werden, die nicht über einen Facebook Account verfügen oder von Usern, die einfach nur nach einem bestimmten Thema googeln, da YouTube Videos, im Gegensatz zu Facebook Videos, bei den Google Suchanzeigen gelistet werden.

About the Author:

Maritta hat Online Medien studiert und befasst sich seit Jahren sowohl beruflich als auch privat mit allen Themen rund um Marketing und Social Media. Neben dem LINKILIKE Blog kümmert sie sich außerdem um die Social Media Kanäle und das Kampagnenmanagement des Medien-Start-Ups.